Sehr geehrter Besucher dieser Webseite,
Wir haben die hier abgebildete Estancia in Uruguay Anfang 2004 gekauft.
Zum Begriff Estancia :
Die Fläche, die wir besitzen ist nach den Maßstäben der Region ziemlich klein, 167 Hektar,
und berechtigt eigentlich nicht, von einer Estancia zu sprechen, denn die bezeichnet ein stattliches Landgut, eher größer als 1.000 Hektar.
Wiederum die historische Bebauung (der „Casco“) ist sehr stattlich und entspricht einer Bilderbuch Estancia.
So verwende ich den Begriff hier einfach.
Ich schreibe diese Zeilen, weil wir Mitbewohner suchen, die unsere Estancia mitbewohnen möchten,
gegen Zahlung einer geringen Kostenbeteiligung und übernahme einiger typischer einfacher Hausbesitzerpflichten.
Dazu gleich mehr,
vorher noch zum Objekt :
San Eugenio, wurde als einer der ersten Güter in unserer Gegend vor ca 120 Jahren gegründet.
Es liegt 2x Autostunden, 130 km nord-östlich Montevideos, zum Meer (Atlantida) ist es ähnlich weit. Der nächste Ort mittlerer Größe ist 25 Autominuten entfernt.
Herrenhaus und Wirtschaftsgebäude, der Casco, sind in den 1880er Jahren erbaut worden,
im Stil des italienisch/spanischen Neo-Klassizismus (in Uruguay auch Kolonialstil genannt)
einen Innenhof formend, mit allen klassischen Stilmerkmalen der Zeit, 5 Meter hohe Decken, Säulengallerie, Zisterne/Schöpfbrunnen,
schweres Schmiedeeisen etc.
Unser Land, das zZ zu 80% an einen Nachbarn verpachtet ist, der sein Vieh darauf stehen hat, ist ziemlich fruchtbar, auch nach den hohen Standards
Uruguays. Die Grundstücksgrenze nach einer Seite hin bildet ein Bach, der Arroyo Milan, der einen langen schmalen See formt, in dem man auch schwimmen kann.
Wir haben ein einheimisches älteres Ehepaar angestellt, das ganzjährig auf dem Land lebt, in einer kleinen Angestelltenwohnung, und das sich ein wenig um dies und das kümmert.
Auch die beiden halten ihre Tiere, eine Handvoll Pferde, Rinder, Schafe etc bei uns.
Zu uns :
Ich bin 48, meine Frau 45, wir haben zwei Teenager Söhne die noch zur Schule gehen.
Vorallem auch deshalb bleibt unser Lebensmittelpunkt für mindestens die nächsten 5 Jahre Hamburg, wo wir beide auch noch beruflich tätig sind.
Ich bin 4 Monate pro Jahr in Uruguay, in der Regel Nov-Dez + Feb-März, die Familie kommt ein mal im Jahr für 2 Wochen.
Einen Faible für historische romantische mediterrane Landgüter hatte ich schon immer.
Früher dachte ich eher an eine Masseria in Apulien oder Sizilien, oder einen Cortijo in Andalusien, aber da der Kauf nebenbei auch eine kluge Agrar
Investition sein sollte, und der Standort auch in den Wintermonaten angenehmes Klima bieten sollte, fiel die Wahl dann auf Uruguay mit seiner,
im weiteren Sinne auch mediterranen Kultur und Architektur als die beste Kombination aller Aspekte.
Für mich ist der Unterschied zwischen einem Landgut und der Imitation eines Landgutes das Potential,
auch wirklich etwas produzieren zu können wenn man will, egal ob Wein, Oliven, Obst, Getreide oder Rindfleisch.
Was wir uns in Apulien oder Andalusien ansahen, war auch oft hübsch und herrschaftlich und romantisch, aber nichts,
dass ohne EU Subventionen irgendetwas hätte produzieren können. Dazu kommt, dass der Klimawandel der Mittelmeerregion wohl ziemliche Hitze und
Dürre bescheren wird.
Wir sind keine Auswanderer, wir mögen Deutschland ganz gern
und werden hier sicher immer ein Standbein haben.
Die Estancia ist eher eine Ergänzung zu unserem jetzigen Leben. Historische Estancias findet man halt in Uruguay und nicht in Deutschland.
Warum suchen wir Mitbewohner :
Ich möchte den Casco, also die Gebäude optimal genutzt sehen, ich wende recht viel für den Erhalt auf. Ich möchte eine Kostenbeteiligung und möchte, dass ein Mitbewohner sich für alles mitverantwortlich fühlt, hier einmal zum Pinsel greift, dort einmal Handwerker ruft und deren Arbeit überwacht. (Also definitiv keine Mieter/Vermieter Beziehung) Ich bin selbst kein übermäßig geselliger Mensch, aber ich denke, wenn man Glück hat, und wenn man den rechten Mittelweg aus Privatsphäre und zusammenleben findet, könnte es auch menschlich bereichern sein.
Ich biete, dass man einen Lebensstil, ähnlich dem unseren führen kann, ohne Kapitaleinsatz.
All jene Ersparnis die ein gemeinsames Bewohnen mit sich bringen,
gelten natürlich im selben Maße für Sie als möglichen Mitbewohner,
wenn Ihre Alternative wiederum das alleinige bewohnen eines eigenen Landgutes wäre.
Dass beide Parteien sich im gleichen Maße Herr in den eigenen vier Wänden fühlen können müssen, versteht sich von selbst.
Es ist ein Angebot einer Beteiligung an einem schönen aber auch etwas aufwendigen Hobby,
etwa so wie eine Reitbeteiligung oder eine Beteiligung an einer historischen Segelyacht.
Es ist eher nichts für Auswanderer die einfach nur etwas zu wohnen suchen.
Der Wunsch, einen romantischen Casco mitten in der Pampa zu bewohnen, vielleicht auch der Faible für Pferde und für Rinder sollte schon im Vordergrund stehen.
Sollte Ihnen das gelesene soweit gefallen, Ihr großer Vorbehalt jedoch sein, dass Sie eigentlich eigenen Grundbesitz haben möchten,
so möchte ich hinzufügen, dass alle paar Jahre Land, angrenzend an das unsere, zum Verkauf kommt, das Sie erwerben könnten.
Das könnte dann die Kombination aus
a. zusammenleben auf unserem Casco und
b. echtem Grundbesitz und Estanciero sein
ermöglichen
Im Web, also unter komplett fremden Menschen nach Mitbewohnern zu suchen ist sicher etwas gewagt.
Gut ist es bestimmt, sich beim kennenlernen Zeit zu lassen und nichts zu überstürzen.
Wir wünschen uns Beständigkeit und wir bieten Beständigkeit.
Einige Punkte vielleicht noch.
Man muß spanisch sprechen, wenn man in Uruguay auf dem Land lebt.
Ein wenig bauherrlich/bauhandwerkliche Erfahrung wäre sehr willkommen.
Man kann bei uns nicht mit schulpflichtige Kinder wohnen, gute Schulen sind in zu grosser Entfernung
Es ist auch denkbar, dass man als unser Mitbewohner unser Land bewirtschaftet (Pferde, Rinder, Obst, Wein, Oliven, was auch immer).
Allein man sollte es nicht als finanziellen Lebensunterhalt sehen.
Man braucht Einkünfte von ausserhalb Uruguays (Renten, Kapitaleinkünfte oä)
Und nochmal zum Thema Beständigkeit -
Mancher Menschen Leben mögen von Spontanität geprägt sein, von heute-hier-morgen-dort, das hat seinen Reiz und ich respektiere es absolut,
für ein gelungenes zusammenleben auf der Estancia ist aber, glaube ich, genau das Gegenteil notwendig - sorgfältig,
bedächtig getroffene Entscheidung und langfristiges Engagement. Ein späteres revidieren und sich wieder trennen kostet beide Seiten Nerven, Mühe, auch Geld.
Bei Interesse sende ich Ihnen gerne einiges weitere an Detailes zu
Hamburg im Mai 2009
Freundliche Grüße
Peer Voss
040-457121
pvoss@pvoss.de
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